Dienstag, 6. Mai 2014

"... ausschließlich zur Verwendung einer Kulturstätte für die gesamte Öffentlichkeit..."

Otto Flath  Überlassungsvertrag vom 14.09.1977

"Rechtlich darf das Grundstück nicht verkauft werden." Dr. Volkmar Gebel

Etappen-Sieg für Flath...

Laut Stiftungsrecht darf die Stadt den Flath-Grund nicht verkaufen.
Dieter Schmidt,
mit Otto-Flath-Selbstbildnis,
ist kompromissbereit.

Quelle: Glombik

Ist das die Lösung im Streit um Erbe und Stiftung von Otto Flath? Ist der Knoten endlich durchgeschlagen?
Das von Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD) favorisierte und von Flath-Anhängern angefeindete Konzept eines Verkaufs des gesamten Flath-Grundstückes an der Bismarckallee — nebst Auslagerung der Skulpturen in einen Keller — ist Geschichte.
Der als Schlichter beauftragte Mediator Dr. Volkmar Gebel teilte den LN mit, dass es „rechtlich nicht zulässig wäre, das Grundstück zu verkaufen und den Verkaufserlös der Stiftung zu geben, die dann quasi sehen müsse wie und wo sie weiter ihre Stiftungsarbeit macht“. Das gehe so nicht, stellt der Mediator fest, der sich eng mit der Stiftungsaufsicht abstimmt.

LN-online 06.05.14

Dienstag, 29. April 2014

Ist das umfangreiche Erbe des Holzbildhauers Otto Flath in Gefahr?


 

Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld, der auch Stiftungsvorstand ist, will das Flath-Erbe verkaufen. Der Stiftungsbeirat und die Segeberger Künstler sind empört. Jetzt soll ein Mediator helfen...

Der Stiftungsbeirat will die Halle und die angrenzende Werkstatt erhalten, um die mehr als 3800 extrem großen Holz-Altäre und -Skulpturen und mehr als 10.000 Bilder des Holzbildhauers Flath öffentlich zu zeigen. Die Künstler fürchten um die Ausstellungsflächen in der Villa. Die indes will auch die KV erhalten...

"Im Gegensatz zu den Häusern dürfen die Werkstatt und die Werke Otto Flaths laut Stufe 4 des Denkmalschutzes nicht verändert werden", argumentiert hingegen Dieter Schmidt, ehrenamtlicher Vorsitzender des Stiftungsbeirats. Der pensionierte 80-jährige Lehrer kannte den 1906 bei Kiew geborenen und 1987 in Bad Segeberg verstorbenen Holzbildhauer persönlich und kämpft vehement für den Erhalt des Gesamtwerks. Jetzt hofft Schmidt, dass der gesamte Nachlass vom schleswig-holsteinischen Denkmalschutzamt die Stufe 6 erhält: "Dann darf nichts verändert werden."...

Schmidt moniert, dass Flaths Werk im Ausland mehr geachtet würde als in seiner Heimatstadt. "1971, als Flath Segeberger Ehrenbürger wurde, hat die Stadt Jackson in Michigan in den USA den von Flath geschaffenen und erworbenen Barmherzigkeitsaltar in das Register der Nationalhistorischen Denkmäler aufgenommen", sagt Schmidt, der mit einigen Ehrenamtlern Besucher durch Villa und Ausstellungshalle führt. "Die Halle ist überhaupt nicht marode, das ist ein Gerücht, um sie abreißen zu können, und die Villa wurde gerade saniert", sagt Schmidt nachdrücklich...
abendblatt Otto-Flath-in-Gefahr