Dienstag, 7. Oktober 2014

Verkauf der Otto-Flath-Halle an die KV ist gescheitert

Der Deal ist geplatzt. Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein kauft Grundstück und Gebäude der Otto-Flath-Halle nun doch nicht. Grund: Die KV braucht für ihre Planung eine Entscheidung der Stadt Bad Segeberg bis 30. November. Das aber ist den Gremien der Kur- und Kreisstadt ein zu kleines Zeitfenster, um eine sichere Entscheidung treffen zu können.

Die KV verzichtete nach eineinhalb Jahren Auseinandersetzungen zwischen der Otto-Flath-Stiftung, dessen Stiftungsrat und der Segeberger Politik auf das ganze Flath-Grundstück an der Bismarckallee 5 in Bad Segeberg und begnügte sich mit 49 Prozent der Fläche...

Marco Dethlefsen, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung dazu: "Wir werden Bad Segeberg nicht verlassen, wir prüfen gerade einen Standort in der Nähe unserer Verwaltung". ( (lin) )

abendblatt.de Verkauf gescheitert

Dienstag, 9. September 2014

Kämpfe vor dem großen Flath-Altar

 Quelle+Foto: Petra Dreu
Unter dem Motto „Diesseits und jenseits des Regenbogens“ sind die aktuellen Arbeiten von zehn Künstlern der AUGE-Jahresschau zu sehen. Zum Auftakt zeigten Sportler der Kung-Fu-Schule Klein Rönnau kunstvolle Bewegungen in der Kunsthalle Flath.

ln-online 09.09.14 

Dienstag, 6. Mai 2014

"... ausschließlich zur Verwendung einer Kulturstätte für die gesamte Öffentlichkeit..."

Otto Flath  Überlassungsvertrag vom 14.09.1977

"Rechtlich darf das Grundstück nicht verkauft werden." Dr. Volkmar Gebel

Etappen-Sieg für Flath...

Laut Stiftungsrecht darf die Stadt den Flath-Grund nicht verkaufen.
Dieter Schmidt,
mit Otto-Flath-Selbstbildnis,
ist kompromissbereit.

Quelle: Glombik

Ist das die Lösung im Streit um Erbe und Stiftung von Otto Flath? Ist der Knoten endlich durchgeschlagen?
Das von Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD) favorisierte und von Flath-Anhängern angefeindete Konzept eines Verkaufs des gesamten Flath-Grundstückes an der Bismarckallee — nebst Auslagerung der Skulpturen in einen Keller — ist Geschichte.
Der als Schlichter beauftragte Mediator Dr. Volkmar Gebel teilte den LN mit, dass es „rechtlich nicht zulässig wäre, das Grundstück zu verkaufen und den Verkaufserlös der Stiftung zu geben, die dann quasi sehen müsse wie und wo sie weiter ihre Stiftungsarbeit macht“. Das gehe so nicht, stellt der Mediator fest, der sich eng mit der Stiftungsaufsicht abstimmt.

LN-online 06.05.14

Dienstag, 29. April 2014

Ist das umfangreiche Erbe des Holzbildhauers Otto Flath in Gefahr?

Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld, der auch Stiftungsvorstand ist, will das Flath-Erbe verkaufen. Der Stiftungsbeirat und die Segeberger Künstler sind empört. Jetzt soll ein Mediator helfen...

Der Stiftungsbeirat will die Halle und die angrenzende Werkstatt erhalten, um die mehr als 3800 extrem großen Holz-Altäre und -Skulpturen und mehr als 10.000 Bilder des Holzbildhauers Flath öffentlich zu zeigen. Die Künstler fürchten um die Ausstellungsflächen in der Villa. Die indes will auch die KV erhalten...

"Im Gegensatz zu den Häusern dürfen die Werkstatt und die Werke Otto Flaths laut Stufe 4 des Denkmalschutzes nicht verändert werden", argumentiert hingegen Dieter Schmidt, ehrenamtlicher Vorsitzender des Stiftungsbeirats. Der pensionierte 80-jährige Lehrer kannte den 1906 bei Kiew geborenen und 1987 in Bad Segeberg verstorbenen Holzbildhauer persönlich und kämpft vehement für den Erhalt des Gesamtwerks. Jetzt hofft Schmidt, dass der gesamte Nachlass vom schleswig-holsteinischen Denkmalschutzamt die Stufe 6 erhält: "Dann darf nichts verändert werden."...

Schmidt moniert, dass Flaths Werk im Ausland mehr geachtet würde als in seiner Heimatstadt. "1971, als Flath Segeberger Ehrenbürger wurde, hat die Stadt Jackson in Michigan in den USA den von Flath geschaffenen und erworbenen Barmherzigkeitsaltar in das Register der Nationalhistorischen Denkmäler aufgenommen", sagt Schmidt, der mit einigen Ehrenamtlern Besucher durch Villa und Ausstellungshalle führt. "Die Halle ist überhaupt nicht marode, das ist ein Gerücht, um sie abreißen zu können, und die Villa wurde gerade saniert", sagt Schmidt nachdrücklich...
abendblatt Otto-Flath-in-Gefahr

Montag, 28. April 2014

Sogar US-Präsident Nixon fand Gefallen an Flath-Altar

Flath-Beiratsvorsitzender Dieter Schmidt teilte mit:
In den 60er und 70er Jahren sei Flath fast wie „ein Heiliger“ verehrt worden. Im Mai 1971 wenige Tage vor seinem 65. Geburtstag wurde er zum Ehrenbürger von Bad Segeberg ernannt. Ministerpräsident Helmut Lemke war zur Feierstunde gekommen, sogar ein Gesandter aus den USA übermittelte Grüße der Lutherischen Kirchen. Er teilte damals den staunenden Segebergern mit, dass US-Präsident Richard Nixon „ein besonderes Interesse an einem Altar“ von Flath gezeigt habe.

Dieses Werk sei auf seinen Wunsch in „das Register der Nationalhistorischen Denkmäler“ aufgenommen worden, gab der damalige Chronist die Rede wieder. Die US-Bürger seien glücklich, eine große Anzahl der Flath-Werke in Amerika zu beherbergen. Dort könne man sich gut vorstellen, wenn Flath hierzulande „Michelangelo der nordeuropäischen Holzschnitzer“ genannt werde. 

wgl   ln-online 28.04.14

Donnerstag, 13. März 2014

Was wollte Otto Flath?

Quelle: Fotos: Glombik
„Er war kein Eigenbrötler.“ In dem alten Notizbuch von Otto Flath sind alle Werke verzeichnet, die der Bildhauer über die Jahre verkauft hat.  .


Was wollte der Bildhauer und Ehrenbürger Otto Flath, wie soll mit seinem Erbe umgegangen werden?





 Gestern trafen sich Bürgervorsteherin Ingrid Altner und Bürgermeister Dieter Schönfeld mit Dr. Volkram Gebel, dem ehemaligen Plöner Landrat. Dieser hatte sich bereiterklärt, als Mediator im Flath-Streit zu helfen. Es sei „ein sehr konstruktives Gespräch gewesen“, versicherte Schönfeld danach. Gebel hatte im Februar im Stiftungsbeirat betont, dass das Flath-Grundstück kein „normales Stadtvermögen“ sei, sondern explizit zweckgebunden. Darüber dürfe nicht hinweggegangen werden.

LN-online 13.03.14

Dienstag, 18. Februar 2014

Unter Denkmalschutz - und schutzlos

 Landeskonservator Michael Paarmann, Foto: Glombik
Landeskonservator Michael Paarmann startet auch im Kreis Segeberg eine Bestandsaufnahme der Kulturdenkmale. Wenn der Eigentümer sein geschütztes Haus verfallen lässt, kann die Behörde nichts tun.
Der Bewahrer des Alten hofft auf die Zukunft. „Unsere Denkmale sollen alle einen Status haben“. 

Soll auch die städtische Villa Flath ins Denkmalbuch? Die Prüfung werde dauern, entgegnet Paarmann. Das Haus allein würde er nicht unter Schutz stellen. Nur weil dort ein Künstler gelebt und gearbeitet habe, werde das überprüft. Hier gehe es um den Bildhauer Otto Flath und sein Oeuvre, das könne noch dauern.

Wolfgang Glombik   ln-online 18.02.14

Montag, 3. Februar 2014

Flath-Erbe bald unter Denkmalschutz?

Quelle: Fotos: Nadine Materne/Sven Janssen (1)

In Sachen Flath-Erbe bleibt es spannend, vor allem wegen einer möglichen Unterschutzstellung der historischen Villa durch das Landesamt für Denkmalpflege. Würde der Villa die höchste Stufe der Unterschutzstellung zuerkannt, bedeutete dies eine Veränderungssperre.


So weit aber sei das Amt noch nicht: „Wir haben uns Villa und Kunsthalle inzwischen angesehen, aber noch nicht entschieden“, erklärte gestern Dr. Astrid Hansen vom Landesamt auf LN-Anfrage.

„Ich hoffe jedoch, dass die Stadt Bad Segeberg dieses Erbe nicht einfach wegwischt“
, sagt die Kulturhistorikerin. Mit Interesse habe man im Landesamt verfolgt, dass sich seit neuestem auch die Kieler Christian-Albrechts-Universität für das bildhauerische Werk Otto Flaths interessiere. Von kulturhistorischem Wert sei die Villa als Bauwerk sicher nicht — wohl aber deren geschichtliche Rolle als jüdisches Kinderheim und später als Lebens- und Arbeitsmittelpunkt des Bildhauers Otto Flath.

Lothar Hermann Kullack   ln-online 03.02.14

Freitag, 17. Januar 2014

Museumsdirektor Dr. Arie Hartog fordert "Wow-Effekt" für Flath-Kunst

 Dr. Arie Hartog, Direktor des Gerhard Marcks Hauses,
dem „Bildhauermuseum im Norden“
Otto-Flath-Holz ist doch härter als man glaubt: Es ist längst noch nicht „eingetütet“, dass die Stadt Bad Segeberg das Grundstück mit der Villa Flath und der kleinen Kunsthalle samt Werkstatt an die benachbarte Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein verkaufen kann. 

Kürzlich ist bekanntgeworden, dass die Denkmalschützer prüfen, das ganze „Flath-Ensemble“ unter Schutz zu stellen.

Und nun haben auch noch die Flath-Anhänger wieder einen Experten gewonnen, der sich für den Erhalt des umfangreichen Werkes und der Ausstellung an der Bismarkallee einsetzen will. Für Arie Hartog ist wichtig, dass die Figuren in der Halle anders präsentiert werden. „So kann sein Werk die Kraft, die es zweifellos hat, nicht entfalten“, meint Hartog. Sauber aufgereiht an der Wand — das gehe doch gar nicht. „Bildhauerei muss immer im Wege stehen.“ Und: Das Gesamtwerk müsse erhalten bleiben.

Auf dem Flath-Grundstück könnte man langfristig ein Kulturzentrum für Bad Segeberg machen, in dem der Bildhauer mit seinem Werk immer präsent ist.

Wolfgang Glombik   ln-online 17.01.14

Mittwoch, 8. Januar 2014

185 000 Euro hatte die Sanierung gekostet...

...für die die Stadt 2010 zudem 162 000 Euro Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II bekam.

Dabei wurden Schieferplatten durch Dachziegel in Schieferoptik ersetzt. Das wäre bei einer denkmalgeschützten Villa nicht erlaubt gewesen.

Quelle: Fotos: LN-Archiv

Montag, 6. Januar 2014

Villa Flath bald unter Denkmalschutz?

 Wolfgang Glombik


Warum steht die geschichtsträchtige Villa Flath an der Bismarckallee eigentlich nicht unter Denkmalschutz? Das fragten sich viele Bürger. 




Im Zusammenhang mit dem heißdiskutierten Verkauf des städtischen Flath-Anwesens an die kassenärztliche Vereinigung war kurzzeitig über die Möglichkeit des Abrisses der wunderschönen Jugendstilvilla gesprochen worden.

Diese Möglichkeit wurde von der kassenärztlichen Vereinigung via Lübecker Nachrichten später dementiert. Trotzdem sind die alarmierten Behörden nun auf das über 100 Jahre alte Gebäude aufmerksam geworden.

Volker Rimka, Leiter der Bauaufsicht des Kreises, erklärte gestern... Der Antrag dazu werde jetzt beim Landesdenkmalamt geprüft. „Unser Ansatz ist es jetzt, an der Bismarckallee gleich vier bis fünf Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen.“

ln-online 08.01.14